Fränkische Schweiz - das beliebteste Klettergebiet Deutschlands

Geschrieben am: 26.05.2017 18:23

Klettergebiet Fränkische Schweiz

In der Nähe Nürnbergs liegt das wohl bekannteste Klettergebiet Deutschlands – Fränkische Schweiz – nördlicher Frankenjura. Unter den  zahlreichen Kletterrouten ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrende Kletterer etwas dabei.

Gebiet Fränkische Schweiz

In dem bekannten Klettergebiet der Fränkischen Schweiz, dem Frankenjura,  wurde bereits vor vielen Jahren geklettert. Dem Kletterführerautor Rudl Buchner zufolge, ist die erste Begehung auf das Jahr 1878 datiert. Mittlerweile sind im Frankenjura vielzählige verschiedene Kletterrouten an etwa 800 Felsen zu finden. Das Gebiet ist nicht nur deutschlandweit bekannt, sondern auch mittlerweile eine beliebte Kletterregion weltweit.

Die große Beliebtheit des Frankenjuras ist bestimmt auch auf die besondere Beschaffenheit der Kalkfelsen zurückzuführen. Das Gestein bietet mit seinen zahlreichen Rissen, Wänden, Kanten, Überhängen und Löchern ein sehr abwechslungsreiches und teilweise anspruchsvolles Kletter – Abenteuer. Zudem ist die Landschaft mit zum Teil freistehenden Felsen ein unverwechselbarer Anblick.

Immer mehr Profis erfreuen sich an den anspruchsvollen Kletterrouten, die in den letzten Jahrzehnten geschaffen wurden. Dabei bietet die Route „Action Directe“ im Krottenseer Forst der Fränkischen Schweiz, eine der weltweit ersten Routen des elften Schwierigkeitsgrads, eine große Herausforderung.   

Auch Kletteranfänger haben die Möglichkeit sich am Fels zu versuchen, verschiedene regionale Kletterschulen bieten dabei Kurse an. Von Schnupperkursen bis zu Fortgeschrittenenkursen stehen Profis zur Verfügung, die den richtigen Umgang mit der Kletterausrüstung lehren. Selbst bei schlechten Witterungsverhältnissen besteht die Möglichkeit zu Klettern, verschiedene Kletter- und Boulderhallen sind in dem Gebiet vertreten. Auch Kinder haben die Möglichkeit in Hochseilgärten erste Klettererfahrungen zu machen

Rotpunkt-Klettern

Das Rotpunkt-Klettern ist gesondert zu erwähnen, da es den Ursprung in der Fränkischen Schweiz hat. Es zählt zu den Begehungsstilen im Freiklettern, dem Klettern ohne technische Hilfsmittel aber mit Sicherungen. Grundsätzlich ist der Stil frei wählbar, doch um sich mit anderen Kletterern zu messen wird nach dem Begehungsstil gegangen. Der am weitesten verbreitete Stil ist das Rotpunkt-Klettern. Ursprünglich definierte sich das Rotpunkt-Klettern durch freies Begehen einer Kletterroute im Vorstieg in einem Zug. Dabei darf das Kletterseil nur als Sicherung verwendet werden und die Zwischensicherungen müssen selbst angebracht werden.

Mittlerweile reicht das freie Durchsteigen mit bereits eingehängten Zwischensicherungen ohne Belastung der Sicherung. Das heißt die Route muss ohne Sturz, Ausruhen im Seil oder Ziehen am Bohrhaken geklettert werden. Dennoch ist in diesem Kletterstil der Großteil der Kletterausrüstung wie passende Kletterschuhe, Karabiner, Kletterseile, Express-Sets und weitere Ausrüstung erlaubt, denn Sicherheit geht natürlich vor.

Naturschutz in der Fränkischen SchweizKlettern in der Fränkischen

Neben dem Klettern hat der Naturschutz in der Region eine hohe Bedeutung. Da in diesem Gebiet die Natur erhalten werden soll und auch teilweise vom Aussterben bedrohte Wanderfalken dort nisten, wurden Regelungen zwischen Kletterern und den Naturschutzbehörden getroffen. Dies geschah aufgrund der anwachsenden Beliebtheit am Klettern und den stetig wachsenden Besucherzahlen im Klettergebiet. Daraus folgten die fränkischen Kletterkonzepte, die zeigen wie Felswand und Umfeld nachhaltig geschützt werden und trotzdem geklettert werden kann.

Dabei soll die Auswirkung des Kletterns auf die Natur auf ein Minimum reduziert werden. Hierbei hilft eine Einteilung der Felslebensräume in Zonen.

Kern des Kletterkonzepts:

  • Zone 1:

Hier befindet sich der Kletterer in einer Ruhezone und somit den Verzicht auf das klettern. In dieser Zone darf grundsätzlich nicht geklettert werden.

  • Zone 2:

Diese Zone zeigt das „Status Quo“ Gebiet. Hierbei ist zu beachten, dass im bisherigen Umfang bis zum Umlenkhaken geklettert werden darf. Dabei ist die bereits vorhandene Route zu Klettern, aber keine neue.

  • Zone 3:

Hier wird ebenfalls bis zum Umlenkhaken geklettert, aber außerhalb der Vegetationszone sind neue Routen mit Umlenkhaken erlaubt.

Zusätzlich ist zu beachten, dass Bereiche, die keiner Zone explizit zugeordnet wurden, automatisch der Zone 1 angehören. Außerdem kann im Einzelfall eine zeitliche Klettersperre festgelegt werden. Dies ist nur der Fall wenn Wildvögel ihre Brut dort aufziehen. Wenn diese Kriterien eingehalten werden, können Kletterer und Natur bestens harmonieren.     

Routen im Frankenjura

Die Fränkische Schweiz hat eine Vielzahl an Kletterrouten in unterschiedlichen Regionen. Dabei hat jeder der ca. 800 Felsen mehrere Routen, perfekt für abwechslungsreiches Klettern. Hier nur ein kleiner Überblick der Gebiete:

  • Nordteil
    • der „Wüstenstein“ (Paradiestal) bietet über 15 verschiedene Routen
      • Schwierigkeit 7-11
      • Zonen 3
  • Nordwestteil
    • die „Elfenwelt“ (Gößweinstein) mit ca. 10 unterschiedliche Routen
      • Schwierigkeit: 4-9
      • Zone 2
  • Nordostteil
    • das „Schneiderloch“ (Oberes Ailsbachtal) ist aktuell der Fels mit der schwierigsten Route im Frankenjura
      • Schwierigkeit: 11/11+
      • Zonen 1 und 3
  • Südwestteil
    • die „Grüne Hölle“ (Hochfläche bei Sorg) besitzt stark überhängende Routen
      • Schwierigkeit: 5-11
      • Zone 2
  • Südostteil
    • der „Krottenseer Turm“ ( Krottenseer Forst) hat auf Berg- und Talseite um die 20 Kletterrouten
      • Schwierigkeit: bis 11
      • Zone 2
  • Südteil
    • der „Glatzenstein“ (Schnaittach) mit mehr als 10 verschiedene Routen
      • Schwierigkeit: überwiegend 6
      • Zone 2

Neben dem Klettern bietet die Fränkische Schweiz noch weitere Outdoor – Freizeitmöglichkeiten, wie Wandern, Camping und vieles mehr. Genau für diese Aktivitäten finden Sie bei uns die verschiedenste Outdoor – Ausrüstung.

Ihr Team von Dein-Klettershop.de



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Stefan 2017-06-07 16:12:02
Jau das gebiet find ich auch voll dufte !
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