Entstehung der Alpen - vom Meer zum Gebirge

Geschrieben am: 03.02.2017 18:07

Alpen

Die Alpen sind heutzutage nicht mehr Wegzudenken. Vor allem für Bergsteiger, Kletterer und Outdoor-Freunde sind die Alpen ein Ort der Erholung und eine Wohlfühloase. Doch welchen geologischen Ereignissen verdanken wir eigentlich unsere Zugspitze, den Watzmann und den Mont Blanc?

Vor 300 Millionen Jahren: Der Superkontinent Pangaea

Unsere fünf Kontinente, die sich heute über die Erde ziehen, waren zu damaliger Zeit noch eine große Platte Die zusammenhängende Landmasse trägt unter Geologen den Namen Pangaea oder Pangäa. Durch die Öffnung des Atlantiks zerbrach nach und nach Pangäa in unsere heutigen Kontinente. Dieser Prozess dauerte etwa 100 Millionen Jahre an.

 

Vor rund 250 Millionen Jahren: Urmeer ThetysBerge Alpen Erde

Während Pangaea auseinanderbrach und die einzelnen Platten auseinander drifteten, bildete sich zwischen Afrika und Europa ein großes Urmeer, das sogenannte Thetys. Korallen, Muscheln und Algen bewohnten das seichte Küstenmeer.

Sand- und Kalkschichten lagerten sich ab und es entstanden Sedimentationsbecken, die durch Landzungen voneinander getrennt waren. Diese Becken tragen die Bezeichnungen Helvetikum, Penninkum, Ostalpin und Südalpin. Besonders für Geologen sind diese Sedimentationsbecken von großer Bedeutung. Der Grund ist einfach: In eben diesen Becken entstanden durch Sedimentation genau die Gesteinsschichten und Gesteinsarten, aus denen heute die Alpen bestehen. Die Sedimente am Boden der Becken verfestigten sich durch Druck und Hitze und wandelten sich in Gestein um. In den Alpen finden wir heute vor allem Kalkstein und Sandstein.

Vor etwa 10 Millionen Jahren war das einstige Urmeer um circa 150 bis 200 km zusammengeschoben worden. Begonnen hatte dieser Prozess etwa 70 Millionen Jahren früher. Der afrikanische Kontinent schob sich immer weiter nach Norden. Die ozeanischen Gesteinsschichten schoben sich immer weiter in einen Tiefseegraben unter der afrikanischen Platte. Der Zwischenraum wurde immer enger und es kam zur Kollision des afrikanischen mit dem europäischen Kontinents.

Der afrikanische Kontinent drückte immer weiter gegen den europäischen und so kam es zur geologischen Auffaltung der Alpen. Dieser mehrstufige Prozess hält in geringem Maße bis heute an.

Da sich viele Gesteinsschichten immer weiter nach unten gegen den Erdmantel drückten, wölbten sich aufgrund des Drucks einige Gesteinsschichten nach oben und formten die Alpen. Aufgrund dieser „Auffaltung“ werden die Alpen auch als Faltengebirge bezeichnet.

Doch bis zu ihrem heutigen Aussehen war es noch ein langer Weg. Zu damaliger Zeit ragten die Alpen bis zu 30 km nach oben. Doch aufgrund der letzten Eiszeit veränderte sich ihr Aussehen. Während der letzten Eiszeit waren die Alpen mit Eisplatten überzogen. Als das Gletschereis vor etwa 10.000 Jahren zu tauen begann, wurde mit dem Abfließen der Wassermassen auch viel Gestein und Geröll abgetragen. Wind und Regen trugen Weiteres dazu bei.

 

Die Alpen und das Alpenvorland heuteEibsee an der Zugspitze

Der höchste Berg der Alpen ist heute der Mont Blanc in Frankreich mit einer Höhe von 4810 m. Der zweithöchste Berg ist das Matterhorn in der Schweiz. Der höchste Berg Deutschlands ist die Zugspitze mit einer Höhe von 2962 m.

Das Alpenvorland zieht sich über einen Bereich etwa zwischen Alpen und Donau. Ursprünglich war das Alpenvorland lediglich eine breite Mulde. Im Laufe der Zeit füllte sich die Mulde mit den Sedimenten aus den Flüssen, die aus dem Alpenraum hinabführten. Während der letzten Eiszeit war das Alpenvorland ebenso wie die Alpen selbst mit Gletschern bedeckt. Aufgrund dieser Ablagerungsprozesse zeigt sich das Alpenvorland heute als eine fast malerische, hügelige Landschaft.

Noch heute drückt die afrikanische Platte weiter gegen die europäische. Die Kontinentalverschiebung bewirkt, dass selbst heute die Alpen noch circa um zwei Zentimeter pro Jahr weiterwachsen. Doch aufgrund der Abtragungen durch Regen, Schnee und Wind bleibt die Höhe der Alpen seit Jahren in etwa gleich. Die Erosion und das Wachsen der Alpen heben sich fast gegenseitig auf. Laut Geologen und Experten kann man davon ausgehen, dass die Alpen tatsächlich nur um einen Millimeter pro Jahr wachsen.  

Die Kontinentalverschiebung wird jedoch im Laufe der nächsten Jahrmillionen zu einem neuen Aussehen der Alpen führen. Doch nicht nur die Alpen sind davon betroffen. Geologen vermuten, dass auch das Mittelmeer im Laufe der Zeit einer neuen Gebirgskette weichen wird.

Wir freuen uns, dass all diese verschiedenen Ereignisse zu der Bildung der Alpen geführt haben. Bald ist wieder Sommer - und dann findet man uns in jeder freien Minute wieder in den Bergen und am Fels, ob zum Wandern, Klettern oder Bergsteigen.

Wir wünschen Ihnen auch in Zukunft viel Spaß mit dem Faltengebirge.

Ihr Team von Dein-Klettershop.de




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