Deutscher Alpenverein - Kletterverband Bayern

Reepschnur und Bandschlinge: Sicherheit geht vor!

Bandschlingen und Reepschnüre gehören zur Standardausrüstung eines jeden Kletterers. Sowohl zur Eigen- als auch zur Fremdsicherung sind sie unerlässlich.
Normale statische Seile dürfen im Bergsport keine Anwendung finden, da sie bei Belastung zu wenig nachgeben und den Fangstoß zu stark weitergeben. Deswegen gibt es extra für den Outdoor-Bereich auf der einen Seite Reepschnüre und auf der anderen Seite Bandschlingen zur Sicherung beim Bergsport.

Die Reepschnur: Die kleine Schwester des Seils

Reepschnüre werden nicht nur beim Klettern eingesetzt, sondern auch bei vielen anderen Outdoor-Aktivitäten. So finden sie beispielsweise Verwendung als Wanderseil oder Zeltleine. Sie werden auch gerne als Wäscheleine auf Reisen genutzt. Je nach Einsatzgebiet werden von Herstellern wie Tendon oder Edelrid unterschiedliche Durchmesser zwischen zwei und acht Millimetern angeboten.
Reepschnüre finden im Bergsport als Zwischensicherung Anwendung, werden aber auch beim Abseilen oder beim Aufstieg verwendet. Ihr geringer Durchmesser ist ebenso wie ihre Reißfestigkeit mittels EU-Norm 564 festgelegt.

Die Bandschlinge: Polyamid oder Dyneema

Bandschlingen für den Klettersport gibt es aus zwei Materialien: Polyamid und Dyneema. Welcher Stoff gewählt wird, hängt vom eigenen Geschmack ab, genauso wie die Entscheidung, ob man ein Flach- oder Schlauchband wählt. Der Unterschied hierbei ist lediglich die flache oder runde Art der Vernähung des Bandes selbst. Die fertige Schlinge ist meist als Meterware erhältlich oder weist klassische Längen auf, die farblich gekennzeichnet sind. Die gängigsten Schlingen haben eine Länge entweder von 60 cm, 120 cm oder von 240 cm.
Bandschlingen werden hauptsächlich im Outdoorsport verwendet. Gewebte Längslinien, die sich häufig direkt auf den Bändern befinden, geben die Bruchlast und Arbeitslast der Bandschlinge an. Hierbei ist ein Strich mit 5 kN (Kilo-Newton) gleichzusetzen. Vier Streifen bedeuten dementsprechend mindestens eine Bruchlast der Schlinge von 20 kN.
Grundsätzlich handelt es sich bei einer Bandschlinge, um eine Schlinge aus Kunststoff, die sehr reißfest ist und der Absturzsicherung dient. Im Kletterbereich gibt es mehrere Anwendungszwecke für Bandschlingen, wie z. B. als Anschlagspunkt oder zur Befestigung am Fels als Zwischensicherung. Bei der Feuerwehr werden sie zur Personenrettung eingesetzt. Teilweise werden sie im Handwerk auch zur Arbeitssicherung verwendet. Für Standplatzbau werden in der Regel 120er Bandschlinge verwendet, während für das Abbinden großer Felsen die 240er eingesetzt werden. Alle anderen Einsatzgebiete wie die Selbst- oder Zwischensicherung deckt die kürzeste Schlingenlänge ab.
Bandschlingen finden aber auch bei den Expressen als Schlingen Anwendung, die ebenfalls der Sicherung und Sicherheit während des Kletterns dienen.

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