Deutscher Alpenverein - Kletterverband Bayern
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Schneeschuhe – das Wandern im Eis

Das Schneeschuhwandern oder Schneeschuhlaufen wurde in den letzten Jahren immer beliebter und die Fangemeinde wächst stetig. Kein Wunder, kann man doch in Ruhe die Winterlandschaft genießen und erreicht auch Gegenden abseits der überfüllten Skigebiete und Pisten. Oft sind diese Gegenden nahezu unberührt vom Menschen, sodass natürlich eine Rücksichtnahme gegenüber Tieren und Pflanzen an den Tag gelegt werden sollte. Ein schönes Ziel zum Winterwandern ist eine Hütte auf der Alm mit zünftigem Essen und einem wärmenden Kakao, ob im Allgäu oder in Garmisch.

Trotz all dieser Unterschiede zum Skifahren oder Snowboarden haben alle drei Sportarten eines gemeinsam: Man bleibt fit, ist Outdoor und in der Natur und kann den Winter in vollen Zügen genießen.

Die Ausdauersportart kann wie jede andere auch, entweder als Hobby oder als Hochleistungssport betrieben werden. Eine große Erleichterung ist der Schneeschuh für Jäger, wenn der Schnee im Wald sehr hoch liegt, oder wenn man selbst einen gemütlichen Spaziergang in Wäldern und auf Feldern im hohen Schnee machen möchte.

Als Nordic Snowshoeing oder Nordic Snowshoe Walking findet es auch bei den Nordic-Walking-Liebhabern immer mehr Anklang. So müssen sie das Training nicht in den kalten Wintermonaten unterbrechen, sondern können weiter an ihrer Fitness arbeiten. Der Sportler geht mit den Stöcken wie beim Nordic Walking, wenngleich es trotz der Schneeschuhe wesentlich anstrengender ist aufgrund des Einsinken in den Schnee.

Grundsätzlich merkt auch der Neuling im Schneeschuhgehen schnell: Es ist zwar anstrengender als das Wandern im Sommer, macht aber mindestens genauso viel Spaß. Man muss allerdings auch etwas breitbeiniger gehen, damit die Schneeschuhe nicht an den Innenseiten aneinander stoßen. Bergauf klappt man die Steighilfe am besten aus, bergab klappt man sie wieder ein. Verlagern Sie Ihr Gewicht nach hinten und verlängern Sie die Stöcke für einen besseren Halt. Geht es steil bergauf, so bietet es sich an, Serpentinen zu gehen, sonst ist die Rutschgefahr und Anstrengung zu hoch. Jede Steigung unterhalb von dreißig Grad kann auf geradem Weg gemeistert werden. Möchten Sie nur ebenerdige, leichte Strecken gehen, so reicht auch ein Modell ohne Steighilfe aus.

 

Die Ausrüstung zum Schneeschuhwandern

Bei der Ausrüstung sollte zwischen normal, alpinen Touren und alpinen bis hochalpinen Touren unterschieden werden. Die meisten Wintersportler besitzen die meisten nötigen Utensilien bereits: Wanderschuhe, Tourenstöcke mit Universal- oder Tiefschneetellern, Gamaschen, und einen Rucksack mit Halterung für die Schuhe. Atmungsaktive und wetterfeste Kleidung versteht sich von selbst, ebenso wie ausreichend Verpflegung.

Ratsam für hochalpine Touren ist hingegen ist eine Lawinenausrüstung für den Notfall, denn die Gefahr ist oftmals schneller da, als man denkt. Möchte man hierfür gut ausgestattet sein, empfiehlt sich neben einem Lawinenrucksack mit Airbagsystem auch eine Lawinenschaufel, eine Sonde und ein LVS-Gerät. Die Gefahr der Berge sollte man nicht unterschätzen.

Gibt es den idealen Stock zum Schneeschuhgehen für Jedermann? Nein, aber es gibt Tipps und Hinweise, die den Kauf erleichtern. So sollten Sie beim Kauf eines Schneeschuhstocks auf folgende Dinge achten, um lange und viel Freude mit dem Stock bei Schnee und Eis zu haben.

Optimal ist ein Teleskopstock, da der Stock sowohl für Touren bergauf wie bergab flexibel einstellbar sein muss. Die ideale Länge für gerade Ebenen weist der Stock auf, wenn Ihr Unter- und Oberarm einen rechten Winkel bilden. Doch nicht nur die Länge des Schafts muss verstellbar sein. Da im Winter immer Handschuhe getragen werden, muss auch die Handschlaufe einfach verstellbar sein. Bei den Handschuhen ist auf keine zu dicke Fütterung und Polsterung zu achten, damit der Stock trotz Handschuhen sicher in der Hand liegt. Da der Stock ein stundenlanger Begleiter ist, ist auch ein ergonomisch geformter Griff anzuraten.

Das Material sollte am besten aus stabilem, aber leichtem Metall bestehen. Carbon glänzt hierbei durch sein geringes Gewicht. Stöcke aus Aluminium sind ein bisschen schwerer, aber dafür wesentlich günstiger in der Anschaffung. Die Spitze muss aus Hartmetall geformt sein und eine Mindestlänge von 5 cm aufweisen, um auch bei Eis nicht wegzurutschen. 

Verwenden Sie keine alpinen Stöcke zum Schneeschuhgehen. Trekkingstöcke, ausgestattet mit einem Schneeteller, können anstatt eines speziellen Schneeschuh-Stocks hergenommen werden, wenn sie die wichtigsten Kriterien erfüllen: Länge, Stabilität und leichte Verstellbarkeit.  Die Nutzung eines Stockes beim Winterwandern ist zur „Eigensicherung“ unerlässlich. Natürlich sind auch spezielle Modelle für Damen, Herren und Kinder erhältlich, die sich hauptsächlich in der Länge und der Griffgröße unterscheiden.

 

Der Schneeschuh – die Funktionsweise

So einleuchtend die passende Bekleidung ist, so ratlos steht man oft den Schneeschuhen gegenüber. Was bedeuten die Gewichtsangaben, worauf muss ich beim Kauf überhaupt achten? Und wie funktioniert der Schuh eigentlich? Was sind die Unterschiede zwischen den Modellen?

Die Gewichtsangabe bei Schneeschuhen ist oftmals irreführend. Das Maximalgewicht, das bei allen Modellen angegeben ist, ist als Richtwert zu verstehen. Es bezieht sich auf das Gewicht der Person plus Kleidung und Ausrüstung (wie z.B. Rucksäcke oder Taschen). Überschreitet man diese Angabe, so treten dennoch keine technischen Probleme auf. Der Schneeschuh ist trotzdem voll funktionstüchtig, bricht nicht auseinander oder geht gar kaputt.  Das Gehen wird nur etwas anstrengender, da sich die Kilogramm-Angabe auf die optimale Einsinktiefe bei Neuschnee (etwa 40 cm) bezieht.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Modellvarianten von Schneeschuhen:

  1. Schneeschuhe mit Holzrahmen: Traditioneller Schneeschuh, heute kaum mehr anzutreffen.
  2. Schneeschuhe mit Alurahmen: ideal für einfaches Gelände mit leichten Steigungen.
  3. Schneeschuhe aus Kunststoff: Hightech-Klasse; für jeden Einsatz geeignet; viele unterschiedliche Modelle.

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